0,05 Prozent der User bestimmen Twitter

4. April 2011 - 14:30 Uhr

Twitter - von wegen sozial und egalitär

Auch bei Twitter bleiben die Regeln der Kommunikation aufrecht und Klaus Eck, einer der Pioniere des Social Web in Deutschland, spricht ihm sogar die Eigenschaft als Social Network ab. http://www.eck-kommunikation.de.

Nur 20.000 Menschen oder 0,05 Prozent der Twitter-Accounts erzeugen die Hälfte des Contents. Die sonst bekannte “Normalverteilung” von 80 zu 20 gilt also hier schon gar nicht mehr. Nur ein Fünftel der User machen von Ihrem Account überhaupt Gebrauch. Nach Yahoo Research kommen die meisten Inhalte aus den klassischen Medien und werden über Twitter weiterverbreitet. Das ist allerdings auch wenig verwunderlich, als auf 140 Zeichen ja nicht viel zu sagen ist, außer ein guter Link. Da es auf Twitter stark um Meinungen geht, beziehen sich diese auch auf schon bestehende Themen.

Wenn Twitter für PR genutzt wird, macht der Link auf die eigene Aussendung und Website auch nicht immer so einen schlanken Fuss, wie der auf einen Artikel in einem unabhängigen Medium.

Mehr zum Thema:
Yahoo-Research-Chart
Pressetext.at-Meldung
Klaus Eck

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PRVA-Präsidentin Vogl gegen Schwarze Schafe im Observer-Blog

31. März 2011 - 12:15 Uhr

Im Interview mit »OBSERVER«-Letter Chefredakteur Max Mondel spricht die neu gewählte PRVA-Präsidentin Dr. Ingrid Vogl auch von den Schwarzen Schafen. Sie meint damit nicht gezielt diejenigen, die inkorrekte Ausschreibungen veranlassen, sondern im Besonderen auch den Bereich des Lobbying, der immer mehr in Verruf gerät. Das Lobbying ist eine Teildisziplin der Kommunikation und PR, die über ein unklares Berufsbild verfügt. Durch das unklare Berufsbild eignen sich scheinbar gerade in Malversationen involvierte Personen mit ebenfalls unklarer Tätigkeit den Titel des Lobbyisten an und schaden damit der gesamten Kommunikationsbranche als Gesamtes.

Lesen Sie den Beitrag hier und abonnieren Sie den »OBSERVER« Letter mit allen News, die für Kommunikatoren wichtig sind. Einfach die Daten hier eintragen.

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Doch kein Hulu für Deutschland

18. März 2011 - 13:30 Uhr

Das deutsche Bundeskartellamt hat in seiner heutigen Stellungnahme das gemeinsame Video-on-demand-Unternehmen von RTL und Prosieben_Sat1 untersagt.

Der Untersagungsgrund, dass mit dem gemeinsamen Unternehmen das bestehende Duopol in der Fernsehlandschaft auch im Internet-TV abgesichert werden würde zeigt den naheliegenden Grund für den Zusammenschluss der beiden Konkurrenten, dient er doch eindeutig dem gemeinsamen Interesse. Dem Interesse der Werbewirtschaft ist dies wohl eher abträglich, sowie auch den Möglichkeiten der anderer Sender auf dem neuen Spielfeld Internet-TV konkurrieren zu können.

Aus Konsumentensicht ist die Entscheidung allerdings weniger erfreulich, da damit die echte Alternative aus dem Web wieder in weite Ferne rückt. Aufgrund der aktuellen rechtlichen Situation ist es schon für die marktbeherrschenden Sender ein Kunststück sämtliche Genehmigungen und Rechte für die Ausstrahlung im Internet zu erhalten. Für einen senderunabhängigen Mitbewerber erscheint dies schwierig bis aussichtslos. Gute Verbindungen zu den Hollywood-Studios sind nur eine der Grundvoraussetzungen, vor allem tiefe Taschen in der Vorfinanzierung sind notwendig.

Den freien Wettbewerb auf dem neuen Spielfeld Internet behindern damit weniger die großen Sender, als die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen, die jegliche Tätigkeit erschweren. Das Urheberrecht ist einmal mehr der Garant für die Beibehaltung der bestehenden Kräfteverhältnisse und der Verhinderer für neue kreative Nutzungen. Das ist auch der Grund, warum die bekannten Plattformen aus den USA nicht über die Grenzen hinaus wirken können.

Es wäre im starken Interesse der Werbewirtschaft und der Konsumenten, wenn mehrere relevante Angebote beim Internet-TV entstehen können, wobei ohne eine Neuinterpretation von Sende- und Übertragungsrechten die Einstiegshürden unüberwindbar sein könnten.

Das freut vor allem russische Serverbetreiber, die mit international verteilten Servern sich nicht ums Urheberrecht scheren müssen und trotzdem die aktuelle Serie ins Haus liefern - mit Glück sogar kostenlos - und ohne Werbepause.

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Kreative Zeitungswerbung, wie sie Apple gar nicht mag

14. Februar 2011 - 17:55 Uhr

Ein kreativer Spot für die umfassenden Vorteile eines iPad gegenüber einer Zeitung aus Papier sorgte für Aufregung beim Apple Marketing und wurde angepasst. Dank Youtube sehen Sie hier auch die echte Variante.

Newsday ist eine regionale Zeitung in Long Island und New York, die immerhin mehr als 300.000 Stück Auflage verfügt und eine umfassend informierende Website betreibt. Für die besondere iPad-App für New Yorks Pendler sorgte ein splitternder Spot, der sich sofort großer Beliebtheit erfreute. Weniger erfreut war das Marketing von Apple darüber und forderte eine - wenig kreative - Veränderung. Apple ist trotz Kult so humorlos, wie die meisten Markenartikler, dank Youtube gibt es hier beide Videos zu sehen.

Original-Spot

geänderter Spot

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Der Facebook-Film im Kino

17. September 2010 - 09:30 Uhr

Mark Zuckerberg kommt demnächst zu uns ins Kino. Im Film The Social Network spielt Jesse Eisenberg (Adventureland) Zuckerberg. Niemand geringerer als Justin Timberlake spielt das 32 Jahre “alte” Urgestein in Silicon Valley Sean Parker, der für Zuckerberg den Anstoß und erste Unterstützung gegeben hat. Parker hat Napster mitbegründet und später Plaxo (ein mit Microsoft Outlook verknüpftes Social Network). Als er aus nicht-veröffentlichten Gründen bei Plaxo ausschied, traft er Zuckerberg und beriet ihn. Später wurde er auch President von Facebook, bis er wegen Kokainbesitzes festgenommen wurde.

Die Freude bei Mark Zuckerberg wird jedoch durch eine durchaus kritische Darstellung (Times von heute) des 26jährigen Multimillionärs deutlich getrübt. Regisseur David Fincher ist nicht für seine platten Filme bekannt, sondern zeigt die junge Geschichte von Zuckerberg nicht nur von seiner positiven gehypten Seite. Filmkritik folgt an dieser Stelle.

Florian Laszlo

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Hat der Auszug aus Facebook schon begonnen?

17. September 2010 - 09:19 Uhr

Mit Diaspora betritt in den nächsten Tagen ein erster erntzunehmender Konkurrent von Facebook die Social Media Bühne. Bei Diaspora (Migration einer homogenen Gruppe aus ihrem angestammten Land) ist der Name Programm und tausende Facebooker warten schon sehnlichst auf die Möglichkeit sich anzumelden. Was als Software begonnen hat, wurde durch den Druck der zukünftigen User zu einer Social Media Anwendung, die das gleiche bietet, wie Facebook und Konsorten. Sie verbindet Menschen und unterstützt die Kommunikation. Im Unterschied zu den kommerziellen Anbietern bleibt der Diaspora-User Herr seiner Daten und Postings. So gibt es auch gar keine Datenschutz-Bestimmungen, weil dieser uneingeschränkt gilt.
Der Datenschutz ist wohl das größte Problem für die early adopter und heavy user bei Facebook, die das Gefühl nicht loswerden, dass ihnen immer jemand über die Schulter schaut, alles mitlogt und die Daten umgehend dem Bestbieter verkauft. Was den Durchschnittsbürger mit der Friends-Karte an der Supermarkt-Kasse noch nicht stört, macht im Netz immer mehr Sorgen.

So richtig fürchten will sich Mark Zuckerberg aber doch nicht, ist er doch einer der Unterstützer von Diaspora. In den USA sind die Wachstumsraten von Facebook nur tatsächlich abgeflacht und eine gewisse Sättigung erreicht. Wenn es nichts mehr Besonderes ist, auf Facebook zu sein, verliert es stark an Reiz und die Trendsetter suchen nach dem Netzwerk, das sie wieder stärker von den anderen unterscheidet. So hat auch Facebook begonnen und vorher Myspace.

Florian Laszlo

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Finden Sie die für Sie relevanten Informationen

23. September 2009 - 16:16 Uhr

So sprach Gruner und Jahr Vorsitzender Bernd Buchholz bei der dmexco09-Konferenz in Köln heute. Es ging laut der Berichterstattung dem ein Angriff auf Social Media voraus, der die Bedeutung von Journalismus hervorstreicht und die Social Media zu reiner Technologie reduziert.

Einerseits ist das ja wohl kein Vorwurf an Facebook und Co. Es handelt sich um Technologie. So wie das Papier einer Zeitung ja auch seinen Wert durch die darauf gedruckten Zeichen erhält, verhält es sich auch mit den Inhalten auf Facebook oder Twitter. Diese Medien werden aber nicht von (eventuell gewerkschaftlich organisierten) Journalisten mit Inhalten befüllt, sondern von vielen Individuen.

Diese profitieren davon, daß die Zugangshürde zu einem Verbreitungsmedium nicht mehr so hoch ist und können sich auch Gehör verschaffen, ohne sich gleich ein eigenes Medium leisten zu müssen. Das stört natürlich die Kreise eines Verlegers, weil es seine Machtposition untergräbt. Das ändert aber auch nichts an der Bedeutung der Inhalte, die nicht von Verlegern, sondern von Individuen/Journalisten erstellt werden.

Obwohl Buchholz eigentlich die nicht zu bestreitende Bedeutung des professionellen Journalismus herausstreichen wollte, wird sein kolportierter Schlusssatz zum Offenbarungseid: “Finden sie für sie relevante Information. Denn Relevanz und Inspiration sind die Trigger zur zukünftigen Kommunikationswelt”.

Genau das ist die Stärke von Social Media und Web 2.0, dass eben dort Informationen, Meinungen und Bewertungen mit für den Leser höherer Relevanz zu finden sind, als auf den Websites oder Printausgaben der Medien.

atmedia.at

meedia.de

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Weniger Quote und mehr Geld?

22. September 2009 - 17:13 Uhr

Diesen Ansatz fährt der amerikanische Sender NBC, der den Star unter den flapsigen Late Night-Talkern, Jay Leno, an seinem Sendeplatz durch den jüngeren Conan O’Brien ersetzt hat. Der erreicht laut Tagespiegel zwar weniger Zuschauer. Da sie jünger sind zahlen die Werber aber mehr. Das ist zwar ein unter Umständen veralteter Zugang, aber wird noch gelebt.

Die neue Positionierung von Jay Leno gegen die erfolgreichen Serien der Konkurrenz-Sender ABC und CBS im Hauptabend mag auf den ersten Blick verwundern, macht aber finanziell Sinn. Die Jay Leno Show kostet in der Produktion ein Fünftel einer Folge CSI oder Private Practice. Damit verdient der Sender auch bei deutlich geringeren Zuschauerzahlen gutes Geld.

Das wäre doch ein feiner Ansatz für den ORF. Statt auf die Quote zu schielen interessantes Programm in der Nische zu machen, das auch noch Geld verdienen kann.

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Bild und Gruner Journalisten gewähren Einblicke

10. September 2009 - 11:54 Uhr

In Ihren Redaktionsalltag geben leitende Journalisten von Bild/Bild.de und Gruner und Jahr (FTD, Capital, Boerse-online) Einblick. Der dichte Zeitplan des Ressortsleiters wird

“Welchen Dreh bekommt eine Geschichte?” nimmt viel Zeit in Anspruch, daneben muss noch recherchiert werden und an verschiedene Medien gedacht werden. In der Situation muss ein Kommunikator hineindrängen.
3 Tips:
1. Nicht nerven
2. Kommen Sie auf den Punkt
3. Verkaufen Sie uns eine Geschichte

ad 1)
Nicht beim Ressortleiter für die Adressverteiler-Aktualisierung anrufen.
Emails mit Text nur im Anhang werden nicht gelesen.
Falsch adressierte Emails werden nicht geöffnet.
Nachfass-Anruf zu Presse-Einladungen stören.
Grüss-August-Termine sind uninteressant, es muss etwas inhaltliches geboten werden, sonst gibt es keine Zeit dafür.

ad 2)
Betreff-Zeile klar formulieren. Kurz - prägnant - knackig. “Vielleicht etwas twittern, um das zu üben”
Presse-Mitteilungen werden völlig überschätzt. Das meiste kommt von Agenturen.
Nicht jeder Firmenchef ist automatisch ein interessanter Gesprächspartner - Message mitliefern.

ad3)
Denken Sie an das Medium, das Sie beliefern wollen und schütten Sie nicht mit der Giesskanne aus.

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Live vom Kommunikationskongress in Berlin

10. September 2009 - 11:24 Uhr

Mit dem Observerblog sind Sie live dabei beim Kommunikationskongress in Berlin. Über den Link können Sie direkt dabei sein oder bei uns lesen Sie Berichte dazu.

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